Willkommen in der „Obstarche Reddelich“ in Deutschland.

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Obstarche Reddelich im Landkreis Rostock, an der Ostsee in Deutschland

Herzlich Willkommen bei der REDDELICHER OBSTARCHE in Mecklenburg-Vorpommern.
Das Dorf Reddelich liegt 4 km von Bad Doberan und 6 km von der Ostsee entfernt in einer wunderschönen Moränenlandschaft im Landschaftsschutzgebiet „Kühlung“.
In Reddelich können Sie beim Wandern auf den Streuobstwiesen und entlang der Obstbaumreihen 346 historische Obstsorten auf Streuobstwiesen und Obstbaumreihen kennenlernen.

346 Obstsorten in der Obstarche Reddelich am 13.11.2017

Aber die Bäume sind noch jung. Sie wurden im Herbst 2014, 2015, 2016 und 2017 gepflanzt. Die Bäume benötigen noch einige Zeit und Pflege, bis sie die ersten Früchte tragen. Reddelich ist auf dem Wege, sich ein Image als Obstparadies an der Ostseeküste zu erarbeiten.

Unsere Schirmherrin

Unsere Schirmherrin ist seit dem Jahr 2017 die Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern, Stefanie Drese.

Was ist die Obstarche Reddelich?

Die Obstarche ist ein gemeinnütziges Projekt des Kulturvereins für Reddelich und Brodhagen e. V. Ins Leben gerufen wurde die Obstarche im Herbst 2014.
Wir verstehen uns als ein generationenübergreifendes Projekt. Denn die angelegten Streuobstwiesen und Obstbaumreihen sollen die nächsten Generationen überdauern und weiter gepflegt, genutzt und kontinuierlich erneuert werden.

Unser Projekt wird von der Streuobstgenussscheinen Mecklenburg-Vorpommern gefördert.

Die Heidehof-Stiftung förderte unser Projekt von 2015 bis 2017.hss_logo_jpgWelche Ziele verfolgen wir?

 

Kastell Sortenvielfalt Pflaumen
Biodiversität bei Pflaumen und Mirabellen
obstarchereddelich_pfaehle-setzen_2016kl-1001
Biodiversität bei Äpfeln

Sortenvielfalt für die Zukunft sichern
Die biologische Vielfalt ist vielleicht das wichtigste Gut, das es zu schützen gilt. Dazu zählt auch die genetische Vielfalt innerhalb der verschiedenen Arten. Biodiversität ist existenziell, sie ist unsere Lebensgrundlage. Der natürlichen Vielfalt verdanken wird Gesundheit, Nahrung, Rohstoffe, Sicherheit und lebenswichtige Leistungen der Ökosysteme. Wir schaffen mit der Anlage von Streuobstwiesen einen gesicherten Ort für seltene und vom Aussterben bedrohte Obstsorten. Damit möchten wir dem schwindenden Sortenspektrum entgegenwirken. Auch die regional typischen Sorten werden gepflanzt. Hier ist auch eine alte Züchtung der Zisterziensermönche zu nennen: Es ist die Apfelsorte „Doberaner Borsdorfer Renette“ mit der Kataster Nr. 139.

Seit dem 14.05.2018 sind wir offizieller Erhalter im Erhalternetzwerk des Pomologenvereins und unterstützten das Erhaltungskonzept von Obstsorten des Pomologenvereins.

Wir geben auch Edelreiser aus unserem Reiser-Muttergarten an Sie ab, damit die alten Sorten weiter verbreitet und erhalten werden. Abgabebedingungen für Edelreiser siehe hier.

Dokumentation im Kataster
Jeder Obstbaum wird in unserem Kataster dokumentiert. Alle 421 bisher von uns gepflanzten Obstbäume haben wir mit GPS vermessen und in unser Obstbaumkataster überführt. Auch alte Obstbäume auf öffentlichem Grund und Boden wurden im Gemeindeterritorium darin nachträglich aufgenommen. Somit sind die Obstsorten eindeutig auch in der Zukunft identifizierbar.

Kastell Garten Eden
Pflanzfest am 19.11.2015 zur Anlage der Streuobstwiese „Garten Eden“ mit 134 hochstämmigen Obstbäumen

Streuobstwiesen und Obstbaumreihen mit großer biologischer Vielfalt anlegen
Mit der Anlage neuer Streuobstwiesen schaffen wir wertvolle Biotope mit einer großen biologischen Vielfalt – ein Obstparadies, das wir von Menschenhand geschaffen haben. Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensgemeinschaften Mitteleuropas. Streuobstwiesen haben positive Auswirkungen auf alle Naturgüter: Klima und Luft, Boden, Wasser, Arten und Biotope sowie das Landschaftsbild und natürlich auf den Menschen. Da unsere Streuobstwiesen im Trinkwasserschutzgebiet (Trinkwasserschutzzone II und III für Oberflächenwasser) liegen, ist die extensive Nutzung sehr gut für die Erhaltung der Trinkwasserqualität. Natürlich gehört die Pflege der Biotope mit zu unseren Zielen, um sie nachhaltig bewirtschaften zu können.

Foto Sortentafel Lichtwerbung
Rene Schneider (B & R Lichtwerbung Reddelich) überreicht Dr. Silvia Kastell die Sortentafeln

Obstlehrpfad gestalten – touristisches Naherholungsziel schaffen
Unsere Streuobstwiesen und Baumreihen sollen durch einen Obstwanderweg als Lehrpfad zugänglich sein. Damit tragen wir zur Umweltbildung bei und steigern den Erlebniswert der Landschaft für unsere Bürger und Gäste. Unser Obstlehrpfad soll auch entlang des „HANSEATENWEGES“ durch Reddelich führen. Der „Hanseatenweg“ ist ein Wander- und Randwanderweg. Dieser verläuft im Bereich alter Handelsrouten zwischen den Hansestädten Hamburg und Szczecin.
Wir liegen mit den Obstarche-Flächen ebenfalls innerhalb des Landschaftsschutzgebietes „Kühlung“. Streuobstwiesen sind ein Teil unserer Kulturlandschaft. Sie prägen und gliedern unser Landschaftsbild. Die Neuanlage von Streuobstwiesen und Obstbaumreihen ist eine landschaftsgestalterische Maßnahme, die sich mit den Schutz- und Erhaltungszielen des Landschaftsschutzgebietes sehr gut im Einklang befindet und die Attraktivität der Landschaft erhöht. Mit dem Obstwanderweg unterstützen wir den „sanften Tourismus“ auch in der Nebensaison.  Wandern ist gesund.

Kastell Obstauslage
Obstsortenbestimmung und Verkostung

Erntefeste feiern und Produkte der Streuobstwiese genießen
Die Früchte wollen wir zur Nutzung auf gemeinsamen Aktionen ernten und mit unseren Bürgern und Gästen gemeinsam fröhliche Erntefeste feiern. Wir möchten die gesunden Produkte (Säfte, Konfitüren, Obstbrände) der Streuobstwiesen verkaufen und vom Erlös zur Pflege und Erhaltung der Streuobstwiesen beitragen. Damit wird auch ein wichtiger Beitrag zur Unterstützung der regionalen Wertschöpfungsketten geleistet.

Kastell Hochzeitspaar
Hochzeitspaar hat 2015 einen Hochzeitsbaum gepflanzt

Brauchtum pflegen:
Hochzeits-, Geburts-, Familien- und Gedenkbäume pflanzen

Wir möchten unseren Bürgern die Möglichkeit bieten, einen Geburtsbaum, Hochzeitsbaum, Familienbaum oder Gedenkbaum symbolträchtig zu pflanzen. Damit wird eine uralte Tradition, anlässlich eines besonders denkwürdigen Ereignisses oder in Gedenken an einen geliebten Menschen einen Baum zu pflanzen, in Reddelich gelebt.

Kastell Regenwurm
Kind staunt über den Tauwurm

„Grünes Klassenzimmer“ zur Umweltbildung gestalten
Wir haben die Gestaltung eines „Grünen Klassenzimmers“ entlang der neu gepflanzten Streuobstwiesen und Obstbaumreihen bereits begonnen. Erste Thementafeln wurden aufgestellt. Damit leisten wir einen Beitrag für die Umweltbildung von Kindergartenkindern und Schülern. Hier können sie praktisch die Natur beobachten und erforschen.

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Streuobst im Dezember

Wie wertvoll sind historische Obstsorten?
Alte Obstsorten stellen ein wertvolles Kulturgut dar, das teilweise bereits verloren ist bzw. ohne entsprechende Bemühungen verloren geht. Damit gehen viele, vorteilhafte Sorteneigenschaften verloren, die man evtl. in der Zukunft für den Menschen braucht bzw. von großem Nutzen sein könnten. Wir möchten die alten Sorten wie einen wertvollen Schatz hüten. Historische Obstsorten sind in der Regel älter als 50 Jahre und bieten eine vielfältige und interessante Auswahl; die ältesten Sorten gibt es seit fast 1000 Jahren. Die alten Sorten sind Zeuge einer langen mühsamen Züchtungsarbeit und kulturhistorisch bedeutsam.

Welche Obstbäume haben wir gepflanzt?
Wir pflanzten historische Obstsorten, die einen Bezug zu Mecklenburg-Vorpommern besitzen, an unser maritim beeinflusstes Klima angepasst sind und sich in der Vergangenheit gut bewährt haben. Auch Sorten, die sich durch besondere Eigenschaften hervorheben, wie z. B. im Geschmack, im Geruch, in der Eignung für bestimmte Verwendungszwecke sowie im Aussehen, kommen in Betracht. Unsere bisher gepflanzten Sorten sind auf unserer Seite „Sortenübersicht“ aufgelistet.

Übersicht Obstsorten

Kastell Obstwanderweg
Obstwanderweg als Hohlweg zwischen Brodhagen und Reddelich

Wo haben wir die Obstbäume gepflanzt?
Die Bäume wurden vorrangig auf gemeindeeigenen Flächen in Form öffentlich bewanderbaren Streuobstwiesen und Baumreihen entlang von öffentlichen Wegen und Straßen angepflanzt. Für die Obstbaumpflanzungen liegt ein durch die Gemeinde bestätigtes Konzept vor. Die Obstbäume sollen durch einen Obstwanderweg erlebbar sein.

Kastell Pflanzfest junge Mütter
Drei Mütter pflanzen Patenbäume auf dem Pflanzfest am 19.11.2015.

Wir haben Ihr Interesse geweckt?
Sie können sich als Bürger in unser Projekt zum Gemeinwohl mit einbringen. Über Ihre Ideen und selbstloses Mitwirken freuen wir uns sehr.

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