21.11.2017: Grundschule Parkentin bastelt zwei Insektenhotels

Katrin Henneberg von der Grundschule Parkentin übergibt zwei Insektenhotels als Geschenk an die Obstarche Reddelich für den Obstlehrpfad

Wir danken der 4. Klasse der Grundschule Parkentin und ihrer Klassenleiterin Katrin Henneberg recht herzlich für die Schenkung der zwei wunderbaren Insektenhotels. Sie sollen zur Gestaltung des Obstlehrpfades in Reddelich und Brodhagen verwendet werden.

In der Grundschule Parkentin  wird die Umweltbildung ernst genommen. Frau Henneberg berichtete uns, dass die Schüler ihrer Klasse mit sehr viel Freude daran gewerkelt haben. Auch den Bauplan haben sie sich selber überlegt. Die Insektenhotels sind perfekt geworden.

Insektenhotels dienen den Wildbienen und vielen anderen Hautflüglern als Überwinterungshilfe und als Nisthilfe. Verschiedene Insektenarten können sich dort im Frühjahr und Sommer einnisten, die Larven ausbrüten und den Nachwuchs aufziehen. Zum Beispiel fressen Insekten wie Florfliegen, Schwebfliegen oder auch Marienkäfer gerne Blattläuse, Schildläuse und Spinnmilben. So leistet ein Insektenhotel mit seinen Bewohnern einen umweltfreundlichen Beitrag bei der Schädlingsbekämpfung auf den Streuobstanpflanzungen.

Viele Insektenarten (z. B. Wildbiene bzw. Solitärbiene) haben eine bedeutende Funktion als Bestäuber von Pflanzen. Durch eine erhöhte Bestäubungsleistung von Wildbienen und Schmetterlingen können sich die Ernteerträge des Obstes, des Gemüses und auch der Zierpflanzen erhöhen.

Aus diesem Grunde freuen wir uns, zwei Insektenhotels als Modellbeispiel auf unseren Streuobstanpflanzungen aufzustellen.

Richtige Standortwahl:
Wichtig ist bei der Aufstellung, dass eine Rückwand und ein Dach das Insektenhotel vor Durchzug und Durchnässung schützen. Ebenfalls sollte ein feinmaschiges Gitter ca. 10 cm vor das Insektenhotel genagelt werden. Dies schützt vor Vogelfraß und Mäusen, die gerne die Larven und Insekten fressen. Ein Abstand von mindestens 1 Meter vom Boden sowie ein ganztägig sonniger Standort sind wichtig. Die Öffnung soll zur abgewandten Wetterseite zeigen. Das bedeutet bei uns in Reddelich in die Himmelsrichtung Südost, damit der Regen und Schnee die Materialien nicht befeuchten und das Nistmaterial und die Larven nicht schimmeln. Das Insektenhotel kann leicht nach vorne geneigt angebracht werden, Dann läuft das Regenwasser gut ab, falls es doch einmal in die offene Seite einregnet. Es soll ein gemütlicher und geschützter Ort sein, damit sich die Insekten wohl fühlen.

Spruch:

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ (Albert Einstein)